24. Februar 2005 LANGGÖNS (Gießener Allgemeine). Eben noch in Abu Dhabi, wenig später in New York, mit Zwischenstopp in Langgöns. Ein Hauch von Fernweh durchwehte das Bürgerhaus bei diesem Chor- und Solistenkonzert am Donnerstagabend. Eingeladen hatte der Männergesangverein Liederkranz Cleeberg, der neben drei Chören der Region ­ alle unter der Leitung von Matthias Schmidt ­ die Solisten Anne Katrin Krämer sowie Lorenz und Tilmann Gabriel präsentierte. Die beiden "Globetrotter" brachten Lieder von Schumann, Brahms und Mozart, unterhielten aber auch mit heiteren Volksliedern des Komponisten Aaron Copland.

Concordia Münchholzhausen eröffnete das Konzert mit Kompositionen von Wilhelm Heinrichs, Robert Shaw und Bepi de Marzi. Erster Höhepunkt war der Auftritt von Lorenz und Tilmann Gabriel, vielen Anwesenden noch aus ihrer Zeit in Cleeberg bekannt. Berufspilot Tilmann Gabriel lebt gegenwärtig in Abu Dhabi und eben dort hatten die beiden Sänger am Vorabend noch konzertiert. Sie befanden sich auf der Durchreise nach New York und Indiana. Der 18-jährige Lorenz Gabriel hofft, an einer der renommierten Musikschulen der USA angenommen zu werden. Das charmante Duo, Vater und Sohn, sang sich schnell in die Herzen der Zuschauer. Vor allem Lorenz begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Der Männergesangverein Frohsinn Hüttenberg unterhielt mit "Es hat ein Schwab ein Töchterlein", "John Peel", "Dana dana" und "Soon it will be donne". Ihren ersten Auftritt, im mit rund 600 Zuhörern fast ausverkauften Bürgerhaus, vor großem Publikum hatte Anne Katrin Krämer mit der Arie Nr. 31 von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie Stücken aus "Titanic" und "Jesus Christ Superstar".

Natürlich erhielt auch der Gastgeber Gelegenheit, seine musikalischen Fähigkeiten darzubieten. "I will praise thee, o lord" und "Muß i denn" wurden ebenso begeistert aufgenommen wie "The Drummer and the Cook" und das abschließende "Only you". Die Zugabe, ein Stück von Camille Saint-Saëns, erhielt kräftigen Beifall. Vorsitzender Hartmut Schmidt brachte die Begeisterung auf den Punkt. Angesichts so vieler, vor allem auch junger Sänger müsse einem um die Zukunft des Chorgesangs nicht bange sein, meinte Schmidt.

 

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