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11. Juli 2004 CLEEBERG (kw). Gerade zwei Wochen liegt es zurück, dass die Cleeberger Sänger ihren vierten Tageshöchstpreis in Folge in die Heimat holten und schon stand der nächste große Wettbewerb auf dem Programm. Jetzt könnte man annehmen, dass man unter solchen Vorzeichen ganz gelassen an diese Aufgabe herangehen würde. Doch solche Gedanken lässt Chorleiter Matthias Schmidt erst gar nicht aufkommen, egal wie gut man in den letzten Monaten auch bei Wettbewerben abgeschnitten hat, was zählt ist der nächste Auftritt. Und angesichts der Chöre, die sich zu dem Wettbewerb am vergangenen Sonntag in Nickenich angemeldet hatten, wussten die Sänger aus Cleeberg auch ganz genau, dass das in keinsterweise ein Sonntagsspaziergang wird. Alleine schon die Meldeliste las sich wie das "who’s who" der Chorszene. Da waren in der Klasse M3 Cäcilia Horbach unter der Leitung von Hubertus Weimar und Frohsinn Staudt mit Andreas Jung, in der Klasse M2 der Männerchor Plaidt mit Jürgen Fassbender, MGV Edelweiß Horbach unter Johannes Eisenberg und der Liederkranz Zellhausen mit seinem Dirigenten Roman Zöller. Da brauchte es auch keiner weiteren Motivation von Seiten des ersten Vorsitzenden Hartmut Schmidt. Allen Sängern war bewusst, das all diese Chöre nur eines im Sinn hatten: Hier und heute wollen wir Cleeberg schlagen, irgendwann muss man diese Truppe doch bezwingen können. Da Cleeberg in der höchsten Klasse M1 gemeldet hatte, musste man sich auch noch gegen zwei große Chöre aus Oberndorf und Siegburg behaupten.

Als die Cleeberger Sänger als drittletzter Chor des Tages auf die Bühne kamen, staunten sie nicht schlecht. Bis auf den letzten Platz war die Halle gefüllt, und selbst in den Seitengängen war kein leichtes Durchkommen mehr. Mit einem solch großen Interesse an ihren Vorträgen hatten die Cleeberger nicht gerechnet. Zur Aufführung kamen "Saltarelle" von Camille Saint-Saëns, "The Drummer and the Cook" und "Only You", beide von Henry S. Matthew.

Wie so oft bei solchen Veranstaltungen war nun erst einmal Warten angesagt, bis die Ergebnisse bekannt gegeben wurden. Insgesamt 47 Chöre nahmen an diesem nationalen Chorwettbewerb teil, und so stieg die Spannung bei den Sängern von Minute zu Minute. Von den unmittelbaren Konkurrenten um den Tageshöchstpreis wurden für Cäcila Horbach unter Hubertus Weimar 204,5 Punkte und für Frohsinn Staudt mit Adreas Jung gar 206,0 Punkte bekannt gegeben. Dann eine dicke Überraschung: der Chor "Einigkeit" Herzhausen mit dem Dirigenten Jens Schreiber kam auf 207 Punkte. Bei maximal 210 zu vergebenden Punkten war den Cleebergern sofort bewusst, das wird eine ganz enge Kiste, wie will man an denen noch vorbei kommen? Endlich war die Königsklasse M1 an der Reihe. Der Chor aus Oberndorf bekam 178 Punkte und Siegburg gar nur 144,5 Punkte. Jetzt fehlten nur noch die Punkte für Cleeberg, sage und schreibe 208 Punkte hatte die Jury den Sängern aus Cleeberg gegeben. Damit gewannen sie nicht nur ganz klar ihre Klasse M1, sondern holten auch einen weiteren Tageshöchstpreis nach Cleeberg. Die ärgsten Verfolger Männerchor Plaidt mit Jürgen Fassbender (199,5 Punkte), MGV Edelweis Horbach unter Johannes Eisenberg (201,5 Punkte) und der Liederkranz Zellhausen mit ihrem Dirigenten Roman Zöller (199,5 Punkte) vermochten es an diesem Sonntag nicht, einen Cleeberger Sieg zu gefährden.

Nicht nur die Cleeberger sorgten bei Chorleiter Matthias Schmidt für gute Stimmung. Die im gleichen Wettbewerb gestarteten Chöre "Kinder- und Jugendchor Lindenholzhausen" und der "Frauenchor Cäcilia Lindenholzhausen" holten in ihren Klassen jeweils den 1. Platz, und am Vortag gewann Matthias Schmidt mit "Concordia Münchholzhausen" den Tageshöchstpreis.

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