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26. Juni 2004 CLEEBERG (kw). Es war mal wieder soweit, der MGV Liederkranz Cleeberg trat am Samstag zu seinem ersten Chorwettbewerb in diesem Jahr an. Wie schon bei den vergangenen Wettbewerben traten die Cleeberger auch bei diesem Wettbewerb in Bürstadt in der Königsklasse der Männerchöre M1 an. Mit "Saltarelle" von Camille Saint-Saëns hatte Chorleiter Matthias Schmidt mit den Sängern seit Sommer letzten Jahres an einem neuen Chorwerk gearbeitet, welches satte 24 Seiten Partitur umfasst und ein echtes "Hammerstück" ist. Daneben brachten die Cleeberger "The Drummer and the Cook" und "Only You", beide von Henry S. Matthew, zur Aufführung.

Großen Respekt hatte man vor dem ebenfalls in der Klasse M1 startenden Chor aus Nußloch mit stolzen 100 gemeldeten Sängern und dem befreundeten Chor "Frohsinn Hüttenberg", der ebenfalls unter der Leitung von Matthias Schmidt steht und in der Klasse M2 gemeldet hatte. Die Cleeberger sind es ja mittlerweile gewohnt, als letzter Chor bei solch hochkarätigen Wettbewerben auf die Bühne zu gehen, dies änderte allerdings nichts daran, dass alle Sänger bis in die Haarspitzen gespannt waren. Als dann Matthias Schmidt seine Hände zum Dirigat erhob und die ersten Töne von Saltarelle erklangen, brannten die Cleeberger ein wahres Feuerwerk des Chorgesangs ab. Ein Stück mit diesem Schwierigkeitsgrad und in solch einem Tempo zu singen, ist wahrlich eine Meisterleistung, und das fand auch das fachkundige Publikum. Denn nach den Vorträgen der Sänger aus Cleeberg zeigte das Publikum, was in ihm steckt und ließ die Männer um den Vorsitzenden Hartmut Schmidt nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gehen, was bei solchen Wettbewerben absolut unüblich ist und ein Novum darstellte.

Sehr zufrieden ob der Leistung des Chores zeigte sich anschließend Dirigent Matthias Schmidt, und die Sänger hatten noch ganz weiche Knie angesichts der Stimmung unter den Zuhörern. Und da soll nochmal einer sagen: "Männerchöre, das ist doch was für Grufties". Dass es auch anders geht, stellte der Chor aus Cleeberg an diesem Abend eindrucksvoll unter Beweis. Die Cleeberger mussten dann auch nicht sehr lange warten, bis die Wertungen bekannt gegeben wurden, wie immer einer der spannendsten Momente bei solchen Veranstaltungen. Die Sänger aus Hüttenberg hatten wie erwartet eine bravouröse Leistung geboten und bekamen in der Addition stolze 192 Punkte und gewannen die Klasse M2 mit großem Abstand. Nußloch erhielt für den Schwierigkeitschor 70 und für ihre Stücke 2 und 3 zusammen 130 Punkte, das machte in der Addition 200 Punkte. Endlich war es dann soweit, Cleeberg war an der Reihe: Schwierigkeitschor 76 und für "The Drummer and the Cook" und "Only You" 127 Punkte, macht summa sumarum 203 (in Worten: zweihundertunddrei) Punkte. Welch ein Jubel, sagenhafte 6 Punkte mehr für "Saltarelle" und damit nicht nur Klassensieger, sondern zum vierten Mal in Folge Tageshöchstpreis. Und Matthias Schmidt hatte gleich doppelt Grund sich zu freuen, mit 81 Punkten für Hüttenberg und 83 Punkten für Cleeberg belegte er Platz 1 und 2 im Dirigentenpreis.

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