Jubiläums-Chorkonzert - 50 Jahre Hessischer Sängerbund

1. November 2003 CLEEBERG (kw). Hochmotiviert und mit großer Vorfreude machten sich die 64 Sänger des MGV Cleeberg am Samstag auf den Weg nach Gießen. Gerne folgte man der Einladung des Hessischen Sängerbundes zu dessen Jubiläumskonzert. Viele Wochen der Vorbereitung hatte Chorleiter Matthias Schmidt für diesen großen Abend investiert, um den Chor in seiner gewohnt akribischen Art auf den letzten großen Liveauftritt dieses Jahres vorzubereiten. Über das Jubiläumsjahr hinweg veranstaltete der Hessische Sängerbund insgesamt vier Konzertabende, und Gießen bildete somit den Abschluss und vermeintlichen Höhepunkt.

Das Kontingent von 80 Eintrittskarten für die Cleeberger war nicht gerade üppig, aber bei gerade mal 400 Sitzplätzen in der Aula der Justus-Liebig-Universität konnte man sich noch glücklich schätzen. Im Handumdrehen hatte Hartmut Schmidt, der 1. Vorsitzende des Cleeberger Chores, die Karten verkauft.

Nach kurzer Begrüßung durch den Präsidenten des Hessischen Sängerbundes Herrn Gerd Jürgen Raach eröffnete der Junge Chor des MGV Fronhausen/Lahn unter der Leitung von Doris Menz den Abend. Weiterhin wirkten mit: Frauenchor der Concordia-Chöre Mornshausen, Leitung Doris Menz, Kleiner Chor und Gemischter Chor des GV Harmonie Daubringen unter Peter Schmitt, Junger Chor Querbeet Ockershausen mit Dirigent Reidar Seeling sowie der Frauenchor Cantemus Naunheim e.V. unter Hartmut Serowy.

Die Cleeberger präsentierten sich an diesem Abend in ausgezeichneter Verfassung, und Dirigent Matthias Schmidt zeigte sich hoch zufrieden ob des gelungenen Konzertes. Zur Aufführung brachten die Sänger aus Cleeberg Ach Krieg, Krieg (Leos Janacek), Cantate Domino (Giovanne Groce), Mundi Renovatio (Gyorgy Orban), The Drummer an the Cook (Robert Shwa/Henry S. Matthew), What shall we do with the drunken Sailor (Alice Parker/Robert Shaw) und Only You von den Flying Pickets nach einem Arrangement von Henry S. Matthew. Da das Publikum die Sänger nicht ohne eine Zugabe von der Bühne ließ, brachte man zum Abschluss noch Muß i denn von Walter Rein zu Gehör. Für die Cleeberger wurde dieser Abend zu einem rundherum gelungenen Event.

Hätte der Veranstalter im Vorfeld mehr Werbung für diese Veranstaltung gemacht und einen Rahmen gewählt, wo man weit mehr Zuschauern die Möglichkeit geboten hätte dieses Konzert zu besuchen, wäre der Sache Chorgesang sicher viel gedient worden. Denn eigentlich sind die teilnehmenden Chöre in der Annahme nach Gießen gekommen, dass sie hier Werbung für Chormusik machen können und den Chören eine Möglichkeit geboten wird, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Das sollte zumindest das Ziel einer solchen Veranstaltung sein. Auch wurde der äußerst lieblose Rahmen der Veranstaltung kritisiert. Einfach sieben Chöre nacheinander auf die Bühne zu schicken, ohne Ansage, um welche Chorwerke es sich handelt, erscheint doch etwas dürftig. Da darf sich ein Verband nicht wundern, wenn der Zulauf in der Bevölkerung zu wünschen übrig lässt.

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