1. August 2003 CLEEBERG (kw).Dass die Cleeberger Sänger nicht nur in Sachen Gesang eine exzellente Figur abgeben, stellten sie am Wochenende unter Beweis. Freitag früh ging es per Fahrrad in Richtung Vogelsberg. Tourchef Jörg Reif hatte nach intensiver Vorbereitung eine eindrucksvolle Strecke für seine Vereinskollegen ausgewählt. Von Cleeberg über Grünberg und Bobenhausen führte die erste Tagesetappe nach Lauterbach. Nach über 100 km am ersten Tag im Sattel sehnten sich die Sänger nur noch nach einer erfrischenden Dusche, Kohlehydraten und einem Bett. Kurz, viel zu kurz war allerdings die Nacht, denn bereits um 09:00 Uhr am Samstag stieg man wieder in die Sättel, um den Hoherrodskopf in Angriff zu nehmen.
Dabei genossen die Cleeberger die herrliche Landschaft um Lauterbach, mussten aber auch der großen Hitze ihren Tribut zollen. Wie bei den Profis hatte die Tourleitung nichts dem Zufall überlassen. Dank Hartmut Schmidt und Karl-Heinz Schindel konnte man jederzeit auf ein Servicefahrzeug zurückgreifen, welches von René Arabin gestellt wurde. Kurz einen Arm zum Himmel gehoben, und schon kam das Servicefahrzeug herangefahren und versorgte die Fahrer mit isotonischen Getränken, kohlehydratreichen Snacks. Und um die kleinen und großen technischen Probleme kümmerten sich die Tourtechniker Manni Senft und Fred Radon.
Als man am späten Nachmittag wieder in die Mannschaftsquartiere in Lauterbach zurückkehrte, mussten jedoch einige Cleeberger feststellen, dass auch noch so viel Vaseline nichts half. Wunde Stellen am Allerwertesten und Blasen an den Füßen wahren die unvermeidlichen Resultate der Plackerei. Am dritten und letzten Tourtag orientierte man sich dann wieder in Richtung Heimat, aber natürlich nicht auf direktem Wege, das wäre ja zu einfach gewesen. Von Lauterbach aus über Ulrichstein und Reiskirchen erreichten die Cleeberger schließlich ihre heißersehnte Heimat um 16:30 Uhr. Befragt nach ihren Eindrücken nach diesem Wochenende waren sich die Sänger um Hartmut Schmidt einig: "Brutal heiß war es, aber ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis, Wiederholung garantiert. Besonders für unsere vielen jungen Sänger war dies wiederum ein großes Ereignis, und als Chor schweißen einen solche Unternehmungen sehr eng zusammen."